Begabungsförderung aller fördern

Am Elsensee‑Gymnasium werden alle Schülerinnen und Schüler gefördert. Auch nicht als begabt Ausgewiesene kommen in die Beratungsstunde im Kompetenzzentrum. Auch sie nehmen an unterschiedlichen speziellen Angeboten teil. Manchmal sind sie einseitig interessiert. Dann werden sie ihren Stärken entsprechend gefördert. Oder sie werden darin unterstützt ihre Schwächen auszugleichen. Das kann zum Beispiel in der Vorbereitung auf den "Jugend forscht"-Wettbewerb geschehen, wenn sie naturwissenschaftlich denken können, aber Schwierigkeiten haben, Texte oder Erkenntnisse zu formulieren.

Wie ERKENNEN wir gemeinsam förderungswürdige Begabungen?

Zunächst wird auf die Enrichment-Liste von der Grundschule zurückgegriffen. Darin sind alle diejenigen Schüler und Schülerinnen enthalten, die schon vor Eintritt ins Gymnasium für das Enrichment-Programm Schleswig-Holsteins nominiert waren und dort die Möglichkeit hatten außerschulische Kurse zusammen mit anderen besonders Begabten zu besuchen. Diese Listen bilden den Grundstock der förderungswürdigen Schüler und Schülerinnen am Elsensee‑Gymnasium, neue Schüler werden aufgenommen und an die Verwaltung des Enrichment-Verbundes weitergeleitet. Auch bei der Anmeldung zum Elsensee‑Gymnasium wird erfragt, ob der Schüler oder die Schülerin am Enrichment-Programm registriert ist. In Zukunft soll auch nach dem Vorliegen eines Intelligenztests gefragt werden. Schon nach dem ersten halben Jahr am Elsensee-Gymnsium wird in den Klassenkonferenzen der fünften Klassen diskutiert, ob weitere Schüler und Schülerinnen für das Enrichment-Programm nominiert werden und ob sie für den Kurs Übergang schaffen angemeldet werden sollten. Dies wird auf den ersten Konferenzen unter Beteiligung des gesamten Klassenkollegiums ausführlich thematisiert. Weiterhin wurden verschiedene Diagnose-Instrumente für den schulischen Gebrauch erprobt (Hamburger Bildungsserver, EBS, Huser). Aus den vorhandenen Angeboten wurde das Diagnose-Instrument nach Huser präferiert und nun dessen Einsetzung erprobt. Alle Lehrer, die möglicherweise einen besonders Begabten in ihrer Klasse vermuten, sich aber nicht sicher sind, wird dieser Diagnosebogen empfohlen. Er hilft Schüler und Schülerinnen in ihren unterschiedlichen Begabungsprofilen wahrzunehmen. Er ist auch dazu gedacht, dass ein ganzes Klassenkollegium ihn nutzt, um über Fördermaßnahmen bestimmter Schüler oder Schülerinnen zu diskutieren. Auch wenn die Diagnose einer vorliegenden Hochbegabung mit Hilfe von Intelligenztests nur von Fachleuten, also von Psychologen oder von Sonderpädagogen vorgenommen werden kann, so muss dennoch im schulischen Alltag ein Weg gefunden werden, auf mögliche besonders Begabte aufmerksam zu werden. Bei manchen ‚verfestigten‘ Underachievern geben manchmal wenige Merkmale Hinweise auf das Vorliegen einer besonderen Begabung.