Das Elsensee‑Gymnasium

Das Elsensee‑Gymnasium liegt in der Eulenstadt Quickborn, einer lebendigen Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern inmitten von viel Grün und schönen Naturschutzgebieten, im unmittelbaren nördlichen Randgebiet von Hamburg. Die Schule selbst liegt in einem parkähnlichen Gelände mit großem Baumbestand und einigen kleinen Weihern, Tümpeln und Feuchtbiotopen.

In unserer Schule betreuen wir etwa 800 Schülerinnen und Schüler aus Quickborn und Umgebung. Wir sind kein anonymer Massenbetrieb, sondern eine Schule mit überschaubarer Größe und persönlicher Atmosphäre, an der jeder noch jeden kennen kann. 

In den mehr als drei Jahrzehnten unseres Bestehens sind wir Herausforderungen stets verantwortungsvoll angegangen, haben Bewährtes fortentwickelt und mutig Neues gewagt. Neben einem breiten, bunten Angebot schulischer Wissensvermittlung haben insbesondere unsere Arbeit als Kompetenzzentrum für Begabtenförderung und das parallele Angebot des acht- und neunjährigen Bildungsgangs (Y-Modell) überregionale Bedeutung erlangt. 

Wir arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung unseres Gymnasiums mit dem Ziel, unseren Schülerinnen und Schülern durch Erziehung zu Kreativität, Weltoffenheit und Nachdenklichkeit auch in Zukunft ein sicheres und breites Fundament zu vermitteln, das sie sowohl auf die Hochschule als auch auf das Leben vorbereitet. Das war und ist fester Bestandteil der Tradition unserer Schule, der wir uns verpflichtet fühlen! 

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern viel Freude beim Lesen und Entdecken interessanter Einsichten. Sollten Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich gerne an uns. 

Michael Bülck 
Schulleiter

Was es noch Wissenswertes gibt

Die Schule umfasst in der Regel 24 Klassen mit einer durchschnittlichen Klassenstärke von 27 Kindern in der Orientierungs- und Mittelstufe. Hinzu kommen die drei Oberstufenjahrgänge mit etwa 12 Klassen. Am Elsensee‑Gymnasium unterrichten mehr als 55 Lehrerinnen und Lehrer. 

Unser Gymnasium verfügt neben den Klassenräumen über eine Vielzahl an Fachräumen, vollständige Außensportanlagen, eine Aula, eine Cafeteria und eine Mensa. 

Das Elsensee‑Gymnasium ist für Kinder aus den südlichen Stadtgebieten Quickborns gut zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen, während diejenigen aus dem Umland, also besonders den südlichen und nördlichen Nachbargemeinden Hasloh, Bönningstedt, Tangstedt, Ellerbek und Ellerau über den AKN-Bahnhof Quickborn-Süd, der nur wenige Meter entfernt ist, eine schnelle Verbindung vorfinden. Viele Schülerinnen und Schüler aus den umliegenden Gemeinden kommen jedoch auch mit dem Fahrrad zur Schule. Es gibt entlang der B4 einen gesonderten Rad- und Fußweg mit einer Ampelanlage an der Kreuzung Heidkampstraße / Kieler Straße, damit die Bundesstraße sicher überquert werden kann. 

Das Elsensee‑Gymnasium - Estne nomen omen?

Zum 30-jähriges Bestehen des Gymnasiums am 13. November 2014

Seit nunmehr 30 Jahren ist das Elsensee - Gymnasium Teil der Schullandschaft in Quickborn.  Aus diesem Anlass soll über die Hintergründe und vor allem über die Namenssuche bei der Schulgründung berichtet werden.

Im Jahr 1984 befand sich die Stadt Quickborn in einem Dilemma. Mit ca. 1400 – 1450 Schülerinnen und Schülern platzte das Gymnasium Quickborn räumlich aus allen Nähten. Eine dauerhafte Auslagerung des Unterrichts, der teilweise an der Goethe-Schule stattfinden musste, konnte keine zufriedenstellende Lösung sein. 

So kam die Stadtvertretung nicht umhin, die Schule zu teilen. Zunächst sollte unser heutiges Gymnasium in Kreisobhut verbleiben, doch die Stadt Quickborn wollte die 'Kontrolle' über beide Gymnasien behalten – und musste daher auch die Kosten tragen.

Zunächst wurde sie unter dem umständlichen Namen „Gymnasium Quickborn i.E. II“ und als Aufbauschule gegründet. Erster Schulleiter des neuen Gymnasiums war Herr Dr. Budesheimer, der jedoch bereits im Jahre 1986 nach seinem Wechsel an die „Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur“ durch Herrn Dr. Mischke abgelöst wurde. 

Im Laufe der Jahre mauserte sich die Schule zu einem Gymnasium, das vielfältige Lernstrukturen offeriert. Neben dem Angebot sowohl von G8 also auch von G9, dem so genannten Y-Modell, und der Einrichtung sowie dem Ausbau eines Kompetenzzentrums zur Hochbegabtenförderung verfügt es über eine gewachsene und weiter wachsende Schülerschaft. Das Kollegium besteht mittlerweile aus 50 Lehrerinnen und Lehrern. Knapp 650 Schülerinnen und Schüler erfüllen die Gebäude und den Pausenhof mit Leben.  

Schwierige Namensfindung

Doch wie kam es dazu, dass unser Gymnasium ausgerechnet nach diesem See und nicht nach einem Dichter, Denker, Politiker oder Künstler benannt wurde? Die Diskussion darum hat zumindest für diejenigen, die ihr damals nicht beiwohnten, durchaus amüsante Züge. Doch schauen wir 25 Jahre zurück.

Im Jahr 1989 fiel der Anhang „i(m) E(ntstehen)“ des Schulnamens weg. Grund war der erste 13. Jahrgang, der im darauffolgenden Jahr sein Abitur ablegen würde. Der Aufbau galt somit als abgeschlossen. Da das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sich, da es nun zwei Gymnasien in Quickborn gab, bereits umbenannt hatte, ergab sich für unsere Schule auch die Notwendigkeit einer Namensfindung.

Über dieses Thema muss es ab 1989 im Kollegium zu einer grundsätzlichen und kontroversen Debatte gekommen sein. Dabei ging es darum, der Schule nicht nur einen passenden, sondern auch einen ideell angemessenen Namen zu geben. Dies scheint sich äußerst schwierig gestaltet zu haben. Immerhin ist der Name ein Aushängeschild, kann er doch eine gewisse Orientierung bieten, was das Schulprogramm oder den Standort betrifft. Bekanntlich lautet ein lateinisches Sprichwort nomen est omen oder wie der Dichter Plautus es in seinem Theaterstück „Persa“ formulierte: nomen atque omen. Der Name ist auch eine Vorbedeutung. Welcher Name versprach, ein gutes Omen zu sein?

Innerhalb des damaligen Kollegiums entspann sich eine Diskussion über eine geeignete Benennung. In der Abstimmung der Schulkonferenz erreichten die folgenden drei Vorschläge die höchsten Stimmenzahlen:

  1. Heinrich-Mann-Gymnasium                                                                                               
  2. Clara-Schumann-Gymnasium                                                                                               
  3. Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Doch schon am ersten Vorschlag, der die meisten Stimmen erhalten hatte, schieden sich in den entscheidenden Gremien - Schulausschuss, Magistrat und Stadtvertreterversammlung - die Geister, so dass der Name „Heinrich-Mann-Gymnasium“ abgelehnt wurde. Diese Ablehnung erfolgte unter Hinweis auf Heinrich Manns mitunter umstrittene gesellschaftskritische Kommentare zu politischen Strömungen der 20er und 30er Jahre. Zum Zeitpunkt der Namenssuche waren Heinrichs Mann kritische Äußerungen über Stalin in seinem Kriegstagebuch noch nicht veröffentlicht. 

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, das im Jahre 1986 seinen Namen erhalten hatte, hatte sich bei seiner Benennung an einem Vertreter der Bekennenden Kirche, die zur Zeit des Nationalsozialismus gegen Menschenrechtsverletzungen eintrat, orientiert. Es machte einen Helden des antifaschistischen Widerstands zu seinem Namenspatron. Sollte man sich diesem Gedanken nicht anschließen und den Mann, der durch seinen Kniefall vor dem Denkmal des Warschauer Ghettos ein Zeichen für Völkerversöhnung gesetzt hatte, zum Namensgeber machen? Der vom Kollegen Gruhn 1992 eingebrachte Antrag, die Schule nach dem jüngst verstorbenen Ex-Bundeskanzler Willy Brandt zu benennen, scheiterte am Widerstand der Schulkonferenz, in welcher zu dieser Zeit noch alle Lehrerinnen und Lehrer saßen. Auch der Vorschlag „Emil-Nolde-Gymnasium“ von Herrn Wüstenberg wurde abgelehnt. So blieb das Kollegium in einem Dauerstreit gefangen, der den Prozess weiter verzögerte, denn nach Ablehnung des ersten Vorschlags waren inzwischen zwei Jahre ins Land gegangen. Die Schule nach einem Künstler oder einer Persönlichkeit mit hohem Identifikationswert zu benennen, scheiterte an zu vielen unterschiedlichen Meinungen, so dass eine einvernehmliche Lösung nicht in Sicht war.

Der Legende nach schlug der jüngst in den Ruhestand verabschiedete Kollege Graf einen neutralen, politisch nicht konnotierten Namen vor, um die Wellen zu glätten: „Elsensee‑Gymnasium“.                           

Der Elsensee war in der Region schon lange bekannt, wurde allerdings zunächst aufgrund seiner Ausdehnung und zur Unterscheidung vom „Lütten See“, dem heutigen Prophetensee, der „Grote See“ genannt. Die Umbenennung in Elsensee ist leicht herzuleiten: „Else“ ist eine Kurzform des auch heute noch gebräuchlichen Frauennamens „Elisabeth“. Seine Bezeichnung bekam der See von einer Dame, die den schönen Namen Else Donner trug. Deren Gatte, ein reicher Hamburger Rechtsanwalt, hatte um das Jahr 1875 einen Gutshof, der am „Groten See“ lag, erworben. Der See erhielt seinen neuen Namen also nach der Gutherrin.

Allerdings existierte auch die Theorie, die Namenspatronin „Else“ sei eine Bäuerin gewesen, die den See zufällig entdeckt habe. Dabei sollte jedem, der den Elsensee mit seiner Größe von ca. drei Hektar einmal in Augenschein genommen hat, klar sein, dass er zu viel groß ist, um nicht von den Bewohnern bemerkt worden zu sein. 

Dass dieser See für die Stadt und das Umland Bedeutung hat, kann man am Quickborner Stadtwappen ablesen. Der Elsensee ist darauf nämlich symbolisch dargestellt: Das linke Seeblatt stellt den „Groten See“, also den heutigen Elsensee, dar. 

Der Vorschlag, das Gymnasium nach dem nahe gelegenen Elsensee zu benennen, trägt der Verbundenheit mit Quickborn und der Region Rechnung. Diese Empfehlung konnte endlich sämtliche Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Kollegiums befrieden. Damit war ein Alleinstellungsmerkmal mit hohem Identifikationspotential gefunden. Regionaler und individueller kann ein Schulname kaum sein. Nur unsere Schule kann diesen Namen vorweisen. Zwar gibt es noch einen anderen Elsensee, aber der liegt in Brandenburg …

Unterstützende Lernprogramme

Das Elsensee‑Gymnasium bietet neben den schulüblichen Arbeitsgemeinschaften weitere zahlreiche Möglichkeiten, seinen persönlichen und fachlichen Interessen und Vorlieben nachzugehen. Das tatsächliche Angebot orientiert sich dabei stets an der Nachfrage seitens der Schülerinnen und Schüler, wie z.B. 

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Michael Bülck

Schulleitung