Prävention am ESG

Der beste Schutz vor Krisen ist eine wirksame Präventionsarbeit!

Präventionskonzept des Elsensee‑Gymnasiums Quickborn

Das Präventionskonzept des Elsensee‑Gymnasiums ist Teil unseres pädagogischen Gesamtkonzepts und strukturell in der Schule verankert. Die Präventionsarbeit an der Schule bezieht verschiedene Ebenen und unterschiedliche Zielgruppen mit ein. Sie richtet sich dabei nach den Bedarfen und den Bedürfnissen der Schüler/-innen, Eltern und Lehrer/-innen, ist prozessorientiert und flexibel. Entwicklungspsychologische Kenntnisse und die aktuellen Lebenssituationen unserer Schüler/-innen aus Quickborn und Umgebung werden ebenfalls berücksichtigt. Das Präventionskonzept wird deshalb stetig evaluiert, weiterentwickelt und angepasst.

Unsere Ziele zusammengefasst:

P

Prosoziales Verhalten stärken

R

Risikofaktoren vermindern

Ä

Ärger, Streit und Ausgrenzung vermeiden

V

Verhinderung von Suchtmittelmissbrauch

E

Eltern, Schüler/-innen und Lehrer einbeziehen

N

Nöte erkennen und angemessen reagieren

T

Teil der Schulentwicklung sein und Grundlagen für das Handeln schaffen

I

Information und Aufklärung

O

Orientierung geben

N

Netzwerkarbeit und Zusammenarbeit verschiedener Professionen etablieren

Wir führen schon länger einige Maßnahmen gegen Mobbing durch. Wir nehmen  das Thema sehr ernst und greifen sofort ein, wenn uns Fälle bekannt werden.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind oder ein anderes Betroffener eines Mobbing- oder Cyber-Mobbing-Vorfalls ist, motivieren Sie das betroffene Kind, sich an uns zu wenden, oder wenden Sie sich direkt an uns. Wenn es gar nicht anders geht, sind auch anonyme Hinweise möglich. Von Mobbing-Situationen Betroffene brauchen Unterstützung von außen, denn Mobbing-Opfer können sich meist nicht mehr selbst wehren. Uns helfen so konkrete Angaben zum Fall wie möglich, bei Vorfällen im Internet Ausdrucke von Äußerungen oder Bildern.Nur in einem für dieses Thema offenen Klima kann man Mobbing nachhaltig verhindern. Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung!

Das Präventionskonzept des Elsensee‑Gymnasiums beinhaltet für jede Jahrgangsstufe auf den jeweiligen Entwicklungsstand der Schüler/innen abgestimmte Instrumente, Projekte und Veranstaltungen. Diese sind zwar fest im Schulalltag implementiert, können allerdings, falls gewünscht oder bei speziellem Bedarf, verändert, ergänzt oder erweitert werden. Auch die Zuordnung der Prävention nach Altersstufen kann je nach Entwicklung und Erfordernissen angepasst werden. 

Ohne dass es explizit Teil unseres Konzepts ist, ist das gelebte Miteinander an der Schule sehr wichtig. Hier legen wir großen Wert auf das Einhalten von Regeln und einen respektvollen Umgang miteinander. Ein Kennzeichen unserer Schule ist daher das gute, offene Klima zwischen Schüler/innen, Eltern, Lehrer/innen und der Schulleitung. Wir sind gut vernetzt. Unsere sehr motivierten, professionell ausgebildeten Konfliktschlichter/innen unterstützen ihre Mitschüler/innen im Rahmen einer Peer-Group-Mediation bei konstruktiven Konfliktlösungen. Speziell ausgebildete und durch die ATS Suchthilfe zertifizierte Suchtexperten/innen stehen als Ansprechpartner für ihre Mitschüler/innen zur Verfügung und bieten ihnen Information und Hilfe an. In Fällen, in denen speziellere Kompetenzen erforderlich sind, steht unsere Diplomsozialpädagogin als Ansprechpartnerin für die Schüler zur Verfügung. Bei Fragen zur Organisation und Koordination von Projekten und Veranstaltungen sowie bei Anregungen und Wünschen wenden Sie sich bitte an unsere Präventionskoordinatorin. 

Unser Präventionskonzept wurde 2017 durch die Lehrer-  und durch die Schulkonferenz verabschiedet. 

Auch Schulen bleiben nicht von Gewalt, Notfällen oder krisenhaften Entwicklungen verschont. Wird der Schulalltag durch Gewalt, Beleidigungen, Unfälle oder Notfälle belastet, besteht dringender Handlungsbedarf. Wichtig ist, dass in solchen Fällen alle beteiligten Personen schnell und überlegt handeln bzw. durch geeignete Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Krisen gemindert und der potenzielle Schaden begrenzt wird. Mit dieser Zielsetzung hat das schulinterne Krisen- und Präventionsteam gemeinsam Lösungen zur Prävention und Intervention von Problemlagen entwickelt, sowie konkrete Absprachen und Vereinbarungen getroffen, die in regelmäßigen Abständen hinsichtlich der Effektivität ihres Wirkens überprüft und überarbeitet werden.

Die Mitglieder des Teams können auch selbst helfen bzw. sind in der Lage, Hilfe für die Betroffenen zu organisieren und im Anschluss an eine akute Krisensituation zu überprüfen, ob und inwieweit Betroffene hinreichend versorgt und welche Maßnahmen zur Verbesserungen zu treffen sind. Da Schulen Krisensituationen eigenverantwortlich aufarbeiten müssen, baut das Krisen- und Präventionsteam zudem geeignete schulinterne Kommunikationsstrukturen auf sowie eine lokale externe Vernetzung, etwa mit der Polizei, mit Behörden oder dem schulpsychologischen Dienst.

Neben der Erstellung von Notfallplänen und Hilfsmanualen hat unsere Schule bereits vor Jahren ein breit angelegtes Präventionskonzept (s. Downloads) entwickelt, welches die Mitglieder der Schulgemeinschaft in geeigneter Weise für das Problemfeld sensibilisiert und zugleich hilft, mögliche Warnsignale frühzeitig zu erkennen und zu deuten.