Auszeichnungen des ESG

Auszeichnung zur Präventionsschule

Zertifikat "Kompetenzzentrum Begabtenförderung"

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Enrichment Stützpunktschule

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Auszeichnung im Wettbewerb "Nächste Generation: Europäer?!"

Interkulturelle Kompetenz

Innovationspreis "Schule mit Zukunft"

Prof. Dr. Manfred Bönsch, Mitglied der Schulpreis-Jury 

Laudatio für den Schulpreis-Sieger 2014 der Fa. Metaplan:
Das Elsensee‑Gymnasium in Quickborn 

Das Motto für die Bewerbungen für den Schulpreis 2014 lautete „Förderliche Lern- und Arbeitsbedingungen in der Schule“. Unter dem Leitthema „Ideen machen Schule“ konnten sich Schulen bewerben, die das Jahresthema beispielhaft mit ihrer Arbeit erfüllen. Das Elsensee‑Gymnasium in Quickborn hat ein derart vielfältiges und ausdifferenziertes Schulprogramm vorgelegt, das die Jury dieses einhellig auf den ersten Platz gesetzt hat. Es ist in seiner Vielfalt und gleichzeitigen Verdichtung beispielhaft und kann für viele andere Schulen gleichsam als Leuchtturm wirken. 

Schon das Ausgangsmotto „Alle mitnehmen – jede Schülerin und jeder Schüler ist wichtig“ ist pädagogisch außerordentlich bedeutsam und für Gymnasien wie für alle anderen Schulen das zentrale pädagogische Motto. Das Förder- und Forderprogramm der Schule enthält ein reiches Bündel von Fördermaßnahmen, produktiven Angeboten des Forderns/Herausforderns, ein soziales Unterstützungssystem und Bemühungen um die sog. räumliche Unterstützung wie Lernatelier, Schülerlabor, Ruheraum und Cafeteria. Das ausgearbeitete Toleranzkonzept unter der Überschrift „Jeder ist besonders!“ zeigt die reichhaltigen Bemühungen um ein Schulklima, das jedes Mitglied der Schule wahrnimmt, trägt und ermutigt. Das Präventionskonzept enthält Elemente des sozialen Unterstützungssystems, das auf mannigfache mögliche Krisensituationen vorbeugend reagieren will. Zusätzlich gibt es an der Schule Schulsanitäter, Konfliktschlichter, Schülerpaten und Klassenpaten. Die beiden zentralen Säulen für erfolgreiches Lernen zeigen sich in einer Dichte, die außerordentlich beeindruckend ist und außergewöhnliche und seltene Ansätze enthält: 

Fördern

  • Enrichmentangebote 
  • Förderunterricht in Mathematik, Französisch und Latein 
  • Klassenleiterstunde
  • Schulsozialarbeit 
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Inklusion Asperger-Kinder 
  • Coaching von Underachievern

Fordern 

  • Enrichmentangebote 
  • Beratungsstunde 
  • Exkursionen 
  • Projekt Übergang 
  • Drehtür-Modell 
  • Vorträge 
  • Arbeitsgemeinschaften 
  • Fremdsprachentandem 
  • Schülerwettbewerbe 
  • Juniorstudium 
  • Y-Modell 

Wenn man sich die angesprochenen Gestaltungselemente in ihrem Zusammenspiel vorstellt, stellt sich für den Schulpädagogen eine Schule dar, die nahezu am pädagogischen Optimum ihrer Möglichkeiten ist. Wenn jedes Gymnasium sich derart um seine Schüler und Schülerinnen bemühen würde, entstünde eine Gymnasialpädagogik, die weit entfernt von der alten Philosophie der schnellen Abschulung ist, wenn die erbrachten Leistungen nicht den Erwartungen entsprechen. „Alle mitnehmen“ – das kann man nur mit einem differenzierten Schulprogramm, das auf die Heterogenität der Schüler und Schülerinnen in einfallsreicher und optimistischer Weise reagiert. „Jeder ist besonders“ – das wird nur wahrgenommen werden können, wenn der Geist und das Klima der Schule Achtung und Aufmerksamkeit gegenüber jedem Schulmitglied sichern. 

Der Schule ist zu wünschen, dass sie den großen Atem und das außerordentliche pädagogische Engagement auf Dauer erhalten kann, es eventuell sogar noch ausbauen kann und dann wirklich ein Leuchtturm ist, der ausstrahlt, einen Streueffekt hat und viele andere Schulen mit ihrer Leuchtkraft erreicht!