Enrichment

Idee des Enrichment-Programms

Außerhalb der Unterrichtszeit werden andernorts Kurse angeboten, die thematisch und methodisch den üblichen Unterricht, der sich an Fächervorgaben orientiert, erweitern. Die hier zusammen treffenden Schülerinnen und Schüler haben in den Enrichment-Kursen die Möglichkeit, in kleinen Gruppen mit ähnlich Begabten anderer Schulen auf einem anderen Niveau zu lernen, weil sie ähnliche Interessen bzw. Denk- und Arbeitsweisen mitbringen und sich weiter entwickeln wollen. Auch neue Freundschaften, Netzwerke können und sollen entstehen. Ziel ist es, Stärken zu fördern, neue Interessen zu entdecken und zu weiterem Lernen zu begeistern.

ESG: Keimzelle des schulübergreifenden Enrichment-Programms Schleswig-Holsteins

Als Pionier der Enrichment-Angebote in Schleswig-Holstein, bietet das Elsensee‑Gymnasium heute viele Kurse an, welche von den für das Enrichment-Programm nominierten Schülern und Schülerinnen gewählt werden können. Lehrer und außerschulische Dozenten erteilen diese Zusatzkurse. So finden seit vielen Jahren kontinuierlich Kurse wie Philosophieren für Kinder, Politik oder Robotik und kreatives Schreiben statt. Die Schule bringt aus ihrem Lehrerkontingent Lehrerstunden in das Enrichment-Projekt ein, auch wenn ein gewisses Stundenkontingent vom Bildungsministerium hinzukommt.

Eine Verschränkung von schulischer und schulübergreifender Förderung ist in der Gestaltung der Kurse zu sehen. Das, was in den Kursen angeboten wird, findet sich teilweise als AG für die schuleigenen Schüler im AG-Bereich wieder. Eine weitere Wechselwirkung liegt darin, dass für die Enrichment-Kurse Materialausstattung mit Hilfe von Sponsoren erfolgt, die dann für schulische Zwecke weiter genutzt werden kann.

Die Verwaltung der vom Elsensee‑Gymnasium nominierten Schüler und Schülerinnen erfolgt über die Steuerungsgruppe.

So müssen die neu ans Gymnasium kommenden Schüler und Schülerinnen neu in das System eingepflegt werden. Es wird überprüft, ob die Schüler noch für das Enrichment-Programm in Frage kommen. Neue Schüler und Schülerinnen werden nach Diskussionen des Klassenkollegiums nominiert. Inwiefern profitieren die nominierten Schüler und Schülerinnen von dem Enrichment?

Einmal nominiert können Schüler und Schülerinnen von der zweiten Klasse an bis zu ihrem Abitur an den Enrichment-Kursen teilnehmen.

Die schulübergreifende Enrichment-Förderung kann einen Schüler die ganze Schulzeit über begleiten, wenn er die Enrichment-Kurse als für sich gewinnbringend entdeckt hat. Er nimmt daran freiwillig teil. Auf diese Weise kommt er auf eine kontinuierliche zusätzliche Förderung mit großer Passung zu seinem eigenen kognitiven Lernvermögen über ihre gesamte Schulzeit. Vor allem Früheingeschulte und Überspringer profitieren stark von diesen Kursen. Sie nehmen überproportional häufig an den Enrichment-Kursen teil.

Dies verdeutlicht, dass die vielen schulischen Fördermaßnahmen einige besonders begabte Schüler und Schülerinnen noch nicht auslasten. Diese nutzen verschiedene Förderangebote kumulativ. Eine andere Gruppe, die besonders viel von Enrichment-Kursen hat, sind Underachiever. Sie schätzen das Programm besonders positiv ein und beurteilen ihre eigenen Lerneffekte dort höher als alle anderen Beteiligten.

Auf Grund der engen Verzahnung von außerschulischem Enrichment und schulischen Fördermaßnahmen kann das Enrichment-Programm als erweiterte schulische Förderung angesehen werden, zumal Lehrer an der Schule beteiligt sind, Enrichment-Kurse am Elsensee‑Gymnasium stattfinden, die Kurse Schülern in Beratungsgesprächen empfohlen werden und möglicherweise eine verbesserte Eingliederung von Underachievern registriert wird.