Die Bedeutung des Tanzes

  • Wie wird der Tanz im Buch veranschaulicht?
  • Was sagen die anderen Texte darüber aus?
  • Welche Argumente stellen diese dabei auf?
  • Was könnten die Menschen allgemein am Tanz nicht mögen?
 
 
Die Bedeutung des Tanzes ist in vielerlei Hinsicht sehr verschieden und doch sagen viele Texte und Bücher in einigen Punkten dasselbe aus: Das Tanzen belebt den Menschen und gibt ihm die Freiheit, sich durch den Tanz zu integrieren, bzw. mit seiner Körpersprache zu den anderen zu „reden“. Der Tanz ist die ursprünglichste Kommunikations- und Ausdrucksform. Er wird als eine Vermittlung für Bewegungsvielfalt, Körperwahrnehmung,  Vorstellungsfähigkeit und Gestaltungsvermögen dargestellt. Auch fördert man durch das Tanzen die Persönlichkeitsbildung und die Kreativität des Menschen. Durch den Tanz können auch die sozialen Kompetenzen erworben werden und zudem führt er zu einer Selbstpräsentation. Der Mensch wird im Tanz in seinem körperlichen und auch in seinem emotionalen, geistlichen Dasein angesprochen.
 
Zuletzt folgt noch ein Zitat von Lucian über den Tanz, zitiert nach Wosien 1985, 7:
 
„Mit der Erschaffung des Universums ist auch der Tanz entstanden als eine Verschmelzung der Elemente. Der Rundtanz der Sterne, die Konstellation der Planeten in ihrer Relation zu den Fixsternen, die Schönheit ihrer Ordnung und die Harmonie all ihrer Bewegungen sind Spiegelbild des uranfänglichen Tanzes zu Beginn der Schöpfung. Der Tanz ist die reiche Gabe der Musen an den Menschen. Wegen seines göttlichen Ursprungs hat er einen Platz in den Mysterien, ist geliebt von den Göttern und wird ihnen zu Ehren von den Menschen ge­pflegt.“
 
Lesen wir die Tanzszenen aus dem Buch „Das Leben eines Taugenichts“, dann bemerkt der Leser sofort, dass der Junge immer wieder von den ausgelassenen Menschen spricht, die verschiedenartig herumtanzten, sich amüsierten und die Musik genossen.
 
Auch hier wird die Freude und Freiheit der Menschen am Tanzen deutlich gemacht (S.75/76)
 
 
 
 
Brief an einen Tanzmuffel
 
 
Guten Tag Herr Tanzmuffel,
ich kann nicht nachvollziehen, warum Sie es uns nicht gestatten Ihren Saal für einen Ball zu nutzen. Sie schrieben mir bereits, dass Sie den Tanz nicht mögen, weil er schwer zu erlernen und nicht zu gebrauchen ist. Ich bin da jedoch anderer Meinung. Ein Tanz sorgt für Fröhlichkeit eines Menschen. Er ist elegant und formal. Jeder der Tanzenden hat seinen eigenen Stil. Das heißt, dass nicht jeder zwangsweise den traditionellen Tanz erlernen muss. Der Tanz begeistert die Tanzenden, sowie die Zuschauenden. Er lässt die Menschen die körperliche Freiheit genießen, da ein Tanz auch beruhigend sein kann.
Sie sollten wissen, dass der Tanz unter anderem eine Art der Kommunikation ist und man seine eigene Körpersprache darstellen kann. Auch Hugo von Hofmannsthal bestätigt, dass sich die Menschen beim Tanzen glücklich und frei fühlen. Er sagt, dass der Tanz die Freiheit und die Identität des Menschen enthüllt. Sobald jemand tanzt, fällt jede Hemmung von ihm ab und er fühlt sich frei, ausgelassen und glücklich. Der Tanz zeigt jedem, der sich in der Umgebung des Tanzenden befindet, seine eigene körperliche Aussprache, denn jeder tanzt verschieden.
Deshalb bitte ich sie in aller Förmlichkeit ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken.
 
Mit freundlichem Gruß,
Taugenichts