Am 19. November 2024 fand in Quickborn eine bewegende Gedenkstunde zum Volkstrauertag statt, die eine klare Botschaft vermittelte: Frieden, Toleranz und gelebte Erinnerungskultur sind unverzichtbare Werte unserer Gesellschaft. Diese Veranstaltung, organisiert von der Stadt Quickborn und der evangelischen Kirchengemeinde, diente nicht nur dem stillen Gedenken, sondern auch der aktiven Mahnung, Verantwortung für eine friedvolle Zukunft zu übernehmen.
Gemeinsam gegen das Vergessen
Die Gedenkfeier begann im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde und setzte sich mit Kranzniederlegungen an verschiedenen Gedenkstätten fort. Vertreten waren dabei nicht nur Bürgermeister Thomas Beckmann und andere Repräsentanten der Stadt, sondern auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, politische Parteien und gesellschaftliche Organisationen.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Ensemble der Musikschule sowie dem Posaunenchor der Kirche unter der Leitung von Michael Schmult. Besonders bewegend war die Rede der Schüler des Geschichtsprofils der 13. Klasse des Elsensee-Gymnasiums, die eindrucksvoll verdeutlichten, wie wichtig das Erinnern für die Zukunft ist. Mit ihrer Botschaft erinnerten sie daran, dass Frieden niemals als selbstverständlich betrachtet werden darf.
Ein Tag der Mahnung und der Hoffnung
Bürgermeister Thomas Beckmann betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Volkstrauertages als Tag der Mahnung, Versöhnung und Verständigung. „Frieden ist das kostbarste Gut, das wir hüten müssen,“ so Beckmann. Angesichts der aktuellen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten mahnte er eindringlich, dass der Kampf gegen Hass, Diskriminierung und Gewalt nie aufhören dürfe.
Der stellvertretende Bürgervorsteher Henning Meyn unterstrich, dass Erinnerungskultur eine zentrale Rolle spielt, um Abstumpfung angesichts von Krieg und Gewalt entgegenzuwirken. „Die Lehren aus der Vergangenheit verpflichten uns, aktiv für Demokratie, Freiheit und Respekt einzutreten.“
Erinnerung als Brücke zur Zukunft
Ein besonderes Highlight der Gedenkfeier war die Erwähnung des neu benannten Paul-Warnecke-Wegs. Dieser erinnert an den Kommunisten Paul Warnecke, der 1933 als erstes Opfer nationalsozialistischer Gewalt in Quickborn erschossen wurde. Die Schüler des Elsensee-Gymnasiums nutzten diese historische Brücke, um den Wert von Frieden und Demokratie besonders hervorzuheben. „Es ist unsere Aufgabe, die Vergangenheit lebendig zu halten und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu bewahren“, erklärten sie.
Eine Einladung an alle
Die Botschaft des Volkstrauertages ist klar: Jede und jeder Einzelne ist gefragt, Verantwortung zu übernehmen und aktiv für eine Welt einzutreten, die von Toleranz, Respekt und Frieden geprägt ist. Die Gedenkveranstaltung in Quickborn zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, den Dialog über Geschichte und ihre Lehren aufrechtzuerhalten, um die Grundlagen für eine friedliche Zukunft zu schaffen.
Lassen Sie uns den Geist des Volkstrauertages nicht nur am Gedenktag selbst, sondern das ganze Jahr über bewahren. Frieden beginnt im Kleinen – in unseren Gemeinden, unseren Familien und bei jedem Einzelnen von uns.