Aus dem Kunstunterricht der 7b

Zebras (Victor Vasarely, 1950): Vasarely war der Faszination der Streifen und Muster erlegen. "Die Zebras, Harlekine, Tiger und Gefangenen bewegten sich nicht mimetisch (d. h. in Anpassung an die Umgebung), sondern auf Grund der aggressiven Wirkung ihrer Strukturen auf die Netzhaut des Auges". Vasarely konstruierte kinetische - d. h. sich tatsächlich oder vermeintlich bewegende - Bilder, deren Effekte auf der Eigenart der Augen und Sehgewohnheiten beruhen.

Vita von Victor Vasarely

 
Victor Vasarely wird am 9. April 1906 in Pécs, Ungarn, als Gyözö Vásárhelyi geboren.
 
 
1927 beginnt Vasarely, seine künstlerische Ausbildung an einer privaten Zeichenschule in Budapest. Im folgenden Jahr wechselt er zur Ausbildungsstätte "Mühely" (dt. "Werkstatt") unter der Leitung von Sándor Bortnyik, an der in erster Linie das Gedankengut des Bauhauses vermittelt wird.
 
 
Nach seiner Übersiedelung nach Paris 1930 arbeitet Vasarely erfolgreich als Gebrauchsgrafiker und erforscht dabei systematisch die optischen und emotionalen Möglichkeiten verschiedener grafischer Mittel. Dies bringt ihn 1947 zu der Erkenntnis, dass mit geometrischen Mitteln Sinnesempfindungen hervorgerufen werden können, die neue Ideen über Raum, Materie und Energie vermitteln. Er entwickelt eine eigenständige geometrische Abstraktion, deren Variationen zu optischen Bildmustern mit kinetischen Effekten führen. In einem Gitterwerk ordnet der Künstler geometrische Formen in leuchtenden Farben so an, dass dabei für das Auge der Eindruck einer fluktuierenden Bewegung entsteht. Vasarely trägt damit wesentlich zur Entstehung der  OP-ART  bei.
 
 
Mit der Ausgestaltung der Universität in Caracas 1954 beginnt sein reges Engagement für die Kunst im öffentlichen Raum. Er entwirft Wandbilder aus Metall und Keramik, vor allem für Gebäude in Frankreich. Daneben sind seine Arbeiten von 1955 bis 1968 regelmäßig auf der documenta zu sehen. Für die XX. Olympiade in München entwirft Vasarely das offizielle spiralenförmige Logo. Im Jahr 1976 gründet der Künstler die Fondation Vasarely in Aix-en-Provence, mit deren Hilfe 1981 ein Institut für zeitgenössische Formgestaltung und Architektur eingerichtet wird. 1976 eröffnet das Vasarely-Museum in seiner Geburtsstadt Pécs, ein zweites folgt 1987 in Schloß Zichy/Budapest.
 
 
Victor Vasarely stirbt am 15. März 1997 in Paris, die von ihm gegründete Stiftung muss kurz darauf schließen. Durch die Aufarbeitung des Nachlasses Vasarelys durch seine Tochter Michelle ist die Pflege der beliebten Bildwelt des Künstlers aber gesichert.