Warum reisen wir? Warum reist der Taugenichts?

  • Benenne die gemeinsamen Motive des Taugenichts und den Menschen heute zu reisen!
  • Benenne die Unterschiede von reisen heute und früher! Was macht das Reisen heute komfortabler, aber dadurch vielleicht uninteressanter?
  • Hat der Taugenichts durch diese Reise nur gewonnen oder könnte er einige Aspekte bereuen?

 

 
Warum reisen wir?
 
„ Gehe in die Welt und rede mit jedem!“ besagt ein altes Sprichwort. In diesem Spruch sind mehrere Gründe, für das Reisen vereinigt: Angesprochen wird sowohl die Neugierde, neue Bekanntschaften zu machen und andere Kulturen kennen zu lernen, als auch das Interesse der Menschen, neue Sprachen zu erlernen.
In der Schule werden nur die Grundsteine für eine Sprache gelegt, um diese jedoch fließend sprechen zu können muss man mit Menschen der jeweiligen Nation kommunizieren…auf Reisen.
„Die Welt ist wie ein Buch.  Wer nicht reist, hat nur eine Seite gelesen.“ Die Welt ist so vielseitig: viele verschiedene Kulturen, Landschaften, Menschen und Städte. Wir alle leben nur in einer. Doch wer nicht flexibel lebt, lernt die anderen Welten nicht kennen. Um zu verhindern, nur einen kleinen Teil der Welt gesehen zu haben, reisen wir.
Natürlich ist nicht nur die andere Kultur anziehend, sonder auch der Gedanke, sich  einmal richtig zu entspannen. Viele Menschen genießen es aus dem stressigen Alltag zu entfliehen und mal nicht über Firmenprobleme und den Abwasch nachzudenken. Reizvoll ist auch das Gefühl, keine Verpflichtungen zu haben, „sich gehen zu lassen“ und einfach Spaß zu haben.
Manche Menschen brauchen den Beweis, theoretisch die ganze Welt bereisen zu können, nicht an einen Ort gebunden zu sein, frei zu sein.
 
Warum reist der Taugenichts?
 
Auch für den Taugenichts ist das Hauptmotiv zu reisen, die Suche nach Abwechslung. Für ihn geht es sogar in Richtung  Suche nach dem Sinn des Lebens.
Nach dem Vorwurf seines Vaters „Du Taugenichts! Da sonnst du dich schon wieder und dehnst und reckst dir die Knochen müde und lässt mich alle arbeit alleine tun. Ich kann dich hier nicht länger füttern. Der Frühling ist vor der Tür, geh auch einmal hinaus in die Welt und erwirb dir selber dein Brot.“ sieht der der Taugenichts ein, dass er es im Leben tatsächlich noch zu nichts gebracht hat. Dies will er ändern und zieht los. Er hat große Erwartungen an das „neue Leben“, die „neuen Menschen“ und an seine Zukunft. Diese werden auch erfüllt: er findet die Liebe seines Lebens, eine gutbezahlte, wenig mit körperlicher Arbeit verbundene Arbeitstätigkeit und viele neue Freunde. Er genießt sein Leben, die neugewonnene Freiheit und Selbstabhängigkeit. So reist er von Ort zu Ort und sammelt viele Erfahrungen, sowohl gute als auch schlechte. Eine große Enttäuschung für ihn war das Missverständnis einer nicht erwiderten Liebe, das ihn so weit brachte, seinen gesicherten Arbeits-/ und Wohnort zu verlassen.