Kunst in der Romantik

  • Welches sind die 3 Hauptgebiete der Romantik?
  • Nenne die Grundthemen der Romantik!
  • Nenne 2 wichtige Parallelen zwischen Bild und „Taugenichts“!
  • Warum lassen sich Kunstwerke aus der Romantik gut mit dem „Taugenichts“ vergleichen?
 
 
Als Romantik bezeichnet man die kulturgeschichtliche Epoche, die vom Ende des 18.Jahrhunderts bis weit in das 19.Jahrhundert hinein reichte.
 

Es existieren drei Hauptgebiete:

  • bildende Kunst (1790-1840)
  • Literatur (1795-1848)
  • Musik (1820-1850)
 
Die Grundthemen der Romantik sind Gefühl, Leidenschaft und Individualität.

Man unterscheidet zwischen Frühromantik (ca. 1795-1804), Hochromantik (ca. 1804-1815) und Spätromantik (ca. 1815-1848).

 

 
Caspar David Friedrich
 

Caspar David Friedrich (*5.September 1774 in Greifswald; †7.Mai 1840 in Dresden), ausgebildet an der Kopenhagener Akademie, war wohl der berühmteste Künstler der Romantik. Er schuf zahllose Werke, die häufig Natur- und Landschaftsdarstellungen zum Gegenstand hatten. Außerdem erregte er schon bei seinen Zeitgenossen enormes Aufsehen, da er vor allen Dingen mit der bekannten Form der Portraitmalerei brach.

 

 „Der Wanderer über dem Nebelmeer“
 
Kunstwerke aus der Epoche der Romantik haben im Allgemeinen viele Parallelen zum „Taugenichts“, denn sie stellen die Gefühle der Menschen ihrer Zeit dar, ihre Sehnsucht aus den ihnen gegebenen Grenze auszubrechen und zu guter letzt die Erfüllung  des eigenen Lebens zu finden.
 
Insbesondere kann man an dieser Stelle den wohl berühmtesten Maler der Romantik, Caspar David Friedrich mit seinem Bild „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ (1818) nennen.
 
Das Bild zeigt Caspar David Friedrich, als Wanderer dargestellt, in der Rückenansicht auf einem Felsen mit Blick auf ein Nebelmeer unterhalb.
 
 
Welche Zusammenhänge lassen sich im Vergleich Bild zu Novelle erschließen?
 
Die erste Parallele die deutlich wird, ist natürlich die Tatsache, dass sowohl in der Novelle mit dem Taugenichts, als auch im Bild ein Wanderer dargestellt wird, da man durchaus den Taugenichts als Wanderer bezeichnen kann.
 
Beim genaueren Betrachten des Bildes fällt allerdings die sehr wohlhabende und feine Kleidung der Person auf, was nicht unbedingt typisch für einen Wanderer ist. Doch auch hier kann man eine Parallele zum Taugenichts erkennen, da auch dieser im Laufe seiner Reise einen gewissen Reichtum in Form von Kutschfahrten, dem Residieren auf Schlössern usw. erfährt.
 
Eine weitere Parallele der beiden Kunstwerke lässt sich aus dem Charakter des Taugenichts ableiten. Sein Denkvermögen und seine Erwartungen reichen nämlich nur so weit, wie er gerade schauen kann. Hinzu kommt seine Unbekümmertheit, welche alltägliche Gefahren verdeckt und somit unvorhersehbar macht. Die Gefahren im Bild bleiben dem Betrachter durch das Nebelmeer verborgen, was ebenfalls die Unbekümmertheit des Wanderers symbolisiert.
 
Zudem lässt sich die Definition der Farbenwahl sehr gut auf die Situation des Taugenichts zu Beginn der Novelle beziehen, da die dunkle Farbwahl im unteren Teil des Bildes auf die triste und hoffnungslose Situation des Wanderers schließen lässt, wie sie auch der Taugenichts erlebt.
 
Die hellen Farben im oberen Teil des Bildes symbolisieren hingegen das Glück, sowie die hoffnungsvolle und bessere Zukunft an einem anderen Ort (im Bild der Gipfel, bezogen auf den Taugenichts: Rom). Abschließend liegt natürlich die Vorstellung nahe, der Wanderer in dem Bild ist der Taugenichts, der sich auf den Weg zum Gipfel und somit auf den Weg nach Rom macht.