Quickborner Tageblatt: 27.5.2008
Mathematik-Ass räumt wieder ab
Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan zeichnete die besten Jungforscher in der Stadthalle Bremerhaven aus.
von René Erdbrügger
Man muss sie nicht mehr groß vorstellen: Jessica Fintzen (19) ist nicht nur Quickborns, sondern auch Deutschlands beste Jung-Physikerin und -Mathematikerin. Jetzt hat sie wieder abgeräumt: Im Team mit Malte Lackmann (17) aus Neumünster und Andreas Decker (19) aus Bonn siegte sie beim 43. Bundeswettbewerb "Jugend forscht" in der Kategorie Mathematik/Informatik.
Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan zeichnete Deutschlands beste Jungforscher in der Stadthalle Bremerhaven aus. 1500 Euro Preisgeld gab es für das Team.
Die drei Koryphäen glänzten mit einer mathematischen Arbeit über die "Ford-Kreise". Es handelt sich hierbei um zwei Kreise verschiedener Größe, die sich berühren, aber niemals überschneiden. Zwischen den Kreisen und der x-Achse lassen sich nun wiederum unendlich viele kleinen Kreise bilden. Das bewies das Team unter anderem. Zudem wollten die drei jungen Mathematiker herausbekommen, wie oft nun jeder Bruch zwischen null und eins unter den Kreisen auftaucht.
Fintzen steckt derzeit mitten im Abitur. Für Wettbewerbe nimmt sie sich jedoch immer Zeit. Die Aufgaben fallen ihr leicht. "Es macht mir einfach Spaß", sagte sie.
Die beiden Jungen lernte sie während des Mathematik-Wettbewerbs "Baltic Way" in Finnland kennen. "Dort haben wir beschlossen, an 'Jugend forscht' teilzunehmen." An den Wochenenden arbeiteten sie an den Lösungen.
Fintzen ist seit langem an die vielen Erfolge gewöhnt. Auch im vorigen Jahre wurde das hoch begabte Mädchen Bundessiegerin in Mathematik. Vor kurzem ist die Abiturientin für die Nationalmannschaft der Physik-Olympiade nominiert worden. Sie findet im Juli in Hannoi statt. Und auch an der Mathematik-Olympiade in Madrid nimmt sie teil.
Nach dem Abitur will Fintzen Mathematik und Physik studieren. Was anderes käme für sie nicht in Frage.